Tuberkulosefürsorge

Die Tuberkulose ist nach wie vor weltweit eine der am häufigsten vorkommenden Infektionskrankheiten. Trotz der aktuellen Flüchtlingsströme ist die Tuberkulose in Deutschland eine selten gewordene Erkrankung. Sie ist in den allermeisten Fällen zuverlässig behandelbar. Je nachdem, wo im menschlichen Körper sich der Erreger festsetzt, unterscheidet man die am häufigsten vorkommende Tuberkulose der Lunge sowie die deutlich seltener auftretende Tuberkulose der Nieren, der Hirnhaut, der Knochen usw.

Der Erreger
Die Tuberkulose wird durch das Tuberkulosebakterium (Mycobacterium tuberculosis) verursacht, das weltweit vorkommt.

Die Übertragung (Infektion)
Das Tuberkulosebakterium wird in der Regel durch eine „Tröpfcheninfektion“ übertragen. Ein an „offener“ (d.h. ansteckender) Tuberkulose Erkrankter gibt beim Sprechen, Husten und Niesen in seiner Ausatemluft feinste Tröpfchen ab, in denen die Tuberkulosebakterien enthalten sind. Die Tröpfchen können von Kontaktpersonen eingeatmet werden und bei diesen eine Infektion verursachen. Aber nur 5 % bis maximal 10 % der Infizierten erkranken an Tuberkulose. Die übrigen 90 bis 95 % bleiben gesund.

Die Krankheitszeichen (Symptome)
Frühestens Wochen nach der Infektion, in der Regel nach Monaten, in seltenen Fällen auch nach Jahren kommt es zu den ersten Krankheitszeichen. Im Anfangsstadium macht die Tuberkulose uncharakteristische Beschwerden, die durch viele Krankheiten verursacht sein können:

  • Husten
  • leichtes Fieber und
  • Müdigkeit

Typisch für die Tuberkulose (jedoch nicht beweisend) sind:

  • Husten, der länger als 3 Wochen anhält
  • Nachtschweiß
  • anhaltende Müdigkeit, Leistungsknick
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme („Schwindsucht“)

Insbesondere bei älteren Menschen können die o. g. Symptome auch fehlen.

Das Gesundheitsamt sucht im Falle einer Tuberkuloseerkrankung im Rahmen von Umgebungsuntersuchungen nach der Ansteckungsquelle sowie nach weiteren Infizierten um eine Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern.

Wenn wir ermitteln, dass in der Umgebung eines Erkrankten andere Personen ansteckungsgefährdet sind, veranlassen wir entweder

  • eine Röntgen-Untersuchung der Lunge bei einem niedergelassenen Röntgenarzt oder
     
  • einen Quantiferon-Bluttest der in der Regel im Gesundheitsamt durchgeführt wird.

Wenn Sie in Sorge sind, dass Sie sich angesteckt haben könnten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne.

Es entstehen keine Kosten.


Ansprechpartner:

Jutta Kirchner-Falk
Telefon: 02261 88-5325
Fax: 02261 88-972-5325
E-Mail: jutta.kirchner-falk@obk.de  

Dr. Bruno Arenz
Telefon: 02261 88-5367
Fax: 02261 88-972-5367
E-Mail: bruno.arenz@obk.de



Letzte Änderung: 26. Juli 2017