Dokumentation

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Unterlagen kontinuierlich fortschreiben

Der Neubau eines Hauses oder die Sanierung eröffnen die Chance, die gesamte Abwasseranlage genau zu dokumentieren. Dazu gehören: die Lage einschließlich der Tiefe, die Leitungsführung, die Zugangsmöglichkeiten, das Material und die Nennweiten, die vorhandenen Anschlüsse der Entwässerungsgegenstände sowie Brunnen, Zisternen und Dränagen. Die Informationen lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt leicht nachvollziehen, was Zeit und somit Kosten spart.

Zur Dokumentation eignet sich am besten ein Lageplan (Bestandsplan), der kontinuierlich fortgeschrieben und aktualisiert wird. Jede Änderung oder Erweiterung der Abwasseranlage sollte hier festgehalten werden. Eine sinnvolle Ergänzung zum Lageplan sind Fotos von der nicht verfüllten Baugrube und von noch nicht verputzten und eingerichteten Räumen, in denen sich die Zugänglichkeiten zur Abwasseranlage befinden.

 

Checkliste Dokumentation

Diese Hinweise sollten Sie beachten:

  • Sammeln Sie in einer „Grundstücksmappe“ alle entwässerungstechnisch relevanten Informationen.
  • Hinterlegen Sie dort ebenfalls weitergehende Informationen zum Grundstück, z. B. ob es in einem Wasserschutzgebiet liegt, Informationen zur hydrogeologischen Situation, Geologie und dem Boden. Verfügen Sie über Informationen zum höchsten bekannten Grundwasserstand (HGW) und zum Baugebiet, legen Sie diese ebenfalls bei.
  • Grundstücksangelegenheiten sind in den Gemeinden und beim zuständigen Kreis vielfach auf mehrere Ämter mit unterschiedlichen Zuständigkeiten verteilt, z. B. beim Bauordnungsamt, dem Tiefbauamt, dem Denkmalschutz, der Umwelt- oder der Unteren Wasserbehörde. Momentan werden die Unterlagen zum Grundstück manchmal noch nach verschiedenen Ablagesystemen mit unterschiedlichen Aktenzeichen archiviert. Legen Sie sich eine Übersicht an (z. B. in Tabellenform), welche Unterlagen mit welchem Aktenzeichen Sie von welchem Amt bekommen haben und notieren Sie sich in einer weiteren Spalte die Adresse, die Telefonnummer und den Ansprechpartner. Halten Sie Gemarkung, Flur, Flurstück sowie den Straßennamen und die Hausnummer fest.
  • Führen Sie eine Historie, wenn das Grundstück geteilt wurde, sich der Straßenname, die Hausnummer oder die Eigentümer des Grundstücks geändert haben.
  • Sammeln Sie in der Grundstücksmappe jeglichen Schriftverkehr mit der Gemeinde und dem Kreis und erstellen Sie nach einem Telefongespräch eine Aktennotiz.
  • Archivieren Sie die Unterlagen nicht nur in elektronischer Form, sondern auch in Papierform. Eventuell ist das Format, das Sie für die EDV-Archivierung verwendet haben, später nicht mehr lesbar. Dies gilt auch für digitale Fotos und Videos, die Sie ab und an neu abspeichern sollten. 
  • Manche Gemeinden haben angefangen, eine Grundstücksdatenbank aufzubauen und das öffentliche und private Kanalnetz zusammenzuführen. Wenn es ein solches Vorhaben gibt, unterstützen Sie es bitte. Fragen Sie bei der Gemeinde nach, in welchem (digitalem) Format sie die Unterlagen von Ihnen benötigt und geben Sie Informationen über Änderungen und Umbauten Ihrer Abwasseranlage an Ihre Gemeinde weiter.

 



Letzte Änderung: 15. Juni 2010