Impftermine

Die Corona-Impfverordnung der Bundesregierung legt die Impfprioritäten fest. Das Bundesgesundheitsministerium informiert auf seiner Internetseite über die Impf-Reihenfolge: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/corona-impfverordnung-1829940.  Dort ist am Seitenende auch die aktuelle Corona-Impfverordnung des Bundes verlinkt. 

Wann die einzelnen Stufen geimpft werden können, hängt maßgeblich von der Menge des bereitstehenden Impfstoffs ab.

Folgende Personengruppen erhalten aktuell in ein Impfangebot:

 

Personen über 70 bzw. über 80 Jahren:

Terminvereinbarung unter www.116117.de und über die Service-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter 0800 116 117 01.

Das Land NRW hat darauf hingewiesen, dass Partnerbuchungen aufgrund technischer Voraussetzungen ab dem 30. April 2021 (Beginn der Terminvereinbarung für vorerkrankte Personen) nicht mehr möglich sind.

 

Personen, die aufgrund ihres Berufs in der Priorisierungsstufe 1 oder 2 berücksichtigt werden:

Terminvereinbarung unter www.obk.de/impftermin ambulant tätiges medizinisches Personal mit regelmäßigem und unmittelbaren Patientenkontakt. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • (Zahn-)Ärzte, deren medizinisches Praxispersonal, Heilmittelerbringer sowie Hebammen

  • Personal von Blut- und Plasmaspendediensten

  • Personal in SARS-CoV-2-Impf- und Testzentren

  • Kitabetreuerinnen und -betreuer, Kindertagespflegepersonen

  • Lehrerinnen und -lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen

  • Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen (inklusive Frühfördereinrichtungen)
     

Hier geht es zum Online-Antrag auf ein priorisiertes Impfangebot.

 

Vorerkrankte Personen (Priorisierungsstufe 2):

Bisher sah das Land die Impfung dieser Personengruppe vorrangig in den Arztpraxen vor. Ab dem 30. April 2021 ist die Impfung von chronisch erkrankte Personen der Prioritätsstufe 2 auch in den Impfzentren möglich. Die Terminbuchung für vorerkrankte Personen der Priorisierungsstufe 2 ist ab Freitagmorgen (30. April 2021) um 8:00 Uhr über die Terminbuchungsportale der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein möglich:

  • Online über www.116117.de
  • Telefonisch über die kostenfreie Servicehotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter 0800 116 117 01

Zum Einsatz kommen die Impfstoffe der Firmen Moderna und BioNTech - eine Wahlmöglichkeit besteht nicht.

Vorerkrankte Personen der Prioritätsstufe 2, die bereits über www.obk.de/imfptermin den Antrag auf eine Impfung im Impfzentrum gestellt haben, müssen sich nicht erneut anmelden! Das Impfzentrum arbeitet Anträge, die in der Zwischenzeit eingegangen sind, ab. Ab dem 30.04.202 besteht für vorerkrankte Personen der Priorisierungsstufe 2 nicht mehr die Möglichkeit, sich über www.obk.de/impftermin zu registrieren!

Der Nachweis einer Vorerkrankung erfolgt über eine formlose Bescheinigung eines Arztes bzw. der Ärztin, die zum Impftermin mitzubringen ist. Dabei wird die Zugehörigkeit zur impfberechtigten Personengruppe nach Coronavirus-Impfverordnung (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 a - j) bescheinigt – diese Fälle bedürfen keiner konkreten Diagnose. Personen mit Vorerkrankungen der Priorität 2 sind:

  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40).

Zudem ist weiterhin die Beantragung einer Impfungen im Rahmen der Einzelfallentscheidung möglich: https://www.mags.nrw/pressemitteilung/nordrhein-westfalen-regelt-einzelfallentscheidungen-bei-coronaschutzimpfungen.

 

Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen (Priorisierungsstufe 2):

Eltern von minderjährigen Kindern mit einer Vorerkrankung nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV, die selbst nicht geimpft werden können, sind den Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen gleichgestellt.

Dem Impfzentrum sind ein vorgegebene Formular sowie eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, die bestätigt, dass das Kind der Personengruppe nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV zuzuordnen ist. Eine Pflegebedürftigkeit ist nicht nachzuweisen.

Terminvereinbarung ab dem 6. Mai 2021: Über die Kassenärztliche Vereinigungen unter www.116117.de und unter der kostenlosen Servicehotline 0800 116 117 01.

 

Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen (Priorisierungsstufe 2):

Anspruchsberechtigt sind maximal zwei Kontaktpersonen von sich nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Personen. Als Nachweis für Kontaktpersonen ist ein vorgegebenes Formular zu verwenden. Darüber hinaus ist eine Kopie des Nachweises der Pflegekasse über den Pflegegrad der pflegebedürftigen Person vorzulegen.

Die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen müssen nicht als Pflegepersonen bei der Pflegekasse benannt sein. Das Alter und die Art der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person sind für die Impfberechtigung unerheblich.

Terminvereinbarung ab dem 6. Mai 2021: Über die Kassenärztliche Vereinigungen unter www.116117.de und unter der kostenlosen Servicehotline 0800 116 117 01.

 

Kontaktpersonen von Schwangeren (Priorisierungsstufe 2):

Anspruchsberechtigt sind maximal zwei Kontaktpersonen. Als Nachweis für Kontaktpersonen ist ein vorgegebenes Formular zu verwenden. Kontaktpersonen von Schwangeren (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 CoronaImpfV) haben darüber hinaus eine Kopie des Mutterpasses vorzulegen.

Terminvereinbarung ab dem 6. Mai 2021: Über die Kassenärztliche Vereinigungen unter www.116117.de und unter der kostenlosen Servicehotline 0800 116 117 01.

 

Personen, die wie folgt beschäftigt sind (Priorisierungsstufe 3):

  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten
  • Beschäftigte an weiterführenden Schulen
  • Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten
  • Gerichtsvollzieher*innen
  • Steuerfahnder*innen
  • Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte und Justizbehörden,
  • Richter*innen sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
  • Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz
     

Wichtig: Der Nachweis der Impfberechtigung muss bei den Berufsgruppen über eine Arbeitgeberbescheinigung erfolgen. Diese ist zum Impftermin im Impfzentrum mitzubringen. Zudem ist das Arbeitsstättenprinzip aufgehoben. Die oben genannten Personengruppen können einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren.
 

Terminvereinbarung ab dem 6. Mai 2021: Über die Kassenärztliche Vereinigungen unter www.116117.de und unter der kostenlosen Servicehotline 0800 116 117 01.

 

Wohnungs- und obdachlose Personen sowie Bewohner*innen von Flüchtlingsunterkünften (Priorisierungsstufe 2):

Der Bund hat dem Land Nordrhein-Westfalen für diese Woche eine Lieferung in Höhe von 48.000 Impfdosen der Firma Johnson & Johnson angekündigt. Damit soll wohnungs- und obdachlosen Personen ein Impfangebot unterbreitet werden, da dieser Impfstoff nur einmal verimpft werden muss. Zudem wird auch den Beschäftigten in Gemeinschaftsunterkünften für Wohn- und Obdachlose ein Impfangebot mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson unterbreitet werden. 1.300 Impfdosen des Sonderkontingents Johnson & Johnson werden in den Oberbergischen Kreis geliefert.

Am 30.04.2021 wurde die Träger der Gemeinschaftseinrichtungen angeschrieben, die ungefähre Zahl der Impflinge abgefragt, Aufklärungsbögen in verschiedenen Sprachen verschickt, um Ansprechpartner*innen und um Unterstützung durch Sozialarbeiter*innen gebeten. Die Termine können ab sofort vergeben werden.
 

Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Frauenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen für Männer (Priorisierungsstufe 2):

Das Land sieht vor, Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Frauenhäusern und von vergleichbarer Einrichtungen für Männer zeitnah ein Impfangebot zu unterbreiten. Dabei sind in direkter Absprache zwischen den Einrichtungen und den Impfzentren Gruppenangebote im Impfzentrum anzustreben. Das oberbergische Impfzentrum nimmt Kontakt mit den oberbergischen Einrichtungen auf, um Impftermine zu vereinbaren.

 

Bettlägerige Personen mit Pflegegrad 4 und 5:

Geimpft werden können derzeit nur Personen mit Pflegegrad 4 oder 5 sowie bis zu zwei Personen in der Häuslichkeit der pflegebedürftigen Person. Die Impfungen werden über die Hausärztinnen und Hausärzte durchgeführt. Diese erhalten nach Landesvorgabe fertig aufbereitete Spritzen und entscheiden anhand ihrer Patientenkartei, welche Personen geimpft werden können. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müssen nicht selbst aktiv werden.

 

 

Hier geht es zum Online-Antrag auf ein priorisiertes Impfangebot

 

Weitere Informationen zum Impfen finden Sie unter den FAQs zum Coronavirus.

 

 



Letzte Änderung: 06. Mai 2021