Projektbeschreibung

OBERBERG_FAIRsorgt besteht aus drei Bausteinen:

  1. Das Herzstück der sektorenübergreifenden Versorgung sind unsere Care-and-Case-Manager. Diese fungieren als zentrale Kümmerer und leiten jeden der Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer durch die Versorgung. Sie stellen sicher, dass die eingeschriebenen Personen einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der neuen Versorgung haben. Darüber hinaus klären sie alle aufkommenden Fragen (z.B. bzgl. des Datenschutzes), stellen sicher, dass Versorgungspläne Umsetzung finden und überwinden in einer Art Lotsenfunktion sowohl die Grenze zwischen Medizin und Pflege, als auch zwischen dem ambulanten und stationären Bereich.
  2. Für die im Projekt eingeschriebenen Patientinnen und Patienten wird eine bevorzugte Erreichbarkeit von Ärzten zur Verfügung gestellt. Diese sichert die ärztliche Expertise sowohl im häuslichen Umfeld als auch im Pflegeheim ab.
  3. Im dritten Baustein wird der Pflegebereich besonders gestärkt. Dies ist sowohl im informellen als auch im professionellen Setting denkbar.

Schema Oberberg Fair sorgt

 

 

OBERBERG_FAIRsorgt: Informationen für Patientinnen und Patienten

Für die Pflegebedürftigen des Oberbergischen Kreises bedeutet die Projektteilnahme eine Abnahme ihrer Ängste vor Krankenhausaufenthalten sowie eine Abnahme ihrer Sorgen darüber, ob sie noch länger Zuhause leben können. Durch eine größere Sicherheit im Hinblick auf die eigenen Gesundheit und eine optimierte Versorgung steigt die gesellschaftliche Teilhabe und die Lebensqualität.
Hier gelangen Sie zum Patientenflyer.

Informationen zu den einzelnen Versorgungsbausteinen finden Sie hier

 

OBERBERG_FAIRsorgt: Informationen für Leistungserbringer

 

Für die Leistungserbringer, die beteiligten Hausärzte, Fachärzte und Pflegedienste, bedeutet eine Projektteilnahme, sich mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten nehmen zu können. Die einzelnen Versorgungsmodule sowie der Einsatz unserer digitalen Plattform führen zu tiefergehenden Kenntnissen des Gesundheitszustandes der Patientinnen und Patienten und somit zu einer optimierten Versorgung.
Hier gelangen Sie zum Flyer für Leistungserberinger.

Sprechen Sie uns bei Interesse gerne jederzeit an

 

Die Projektevaluation

Die begleitende Versorgungsforschung wird evaluieren, ob die für das Projekt eingeschriebenen Patienten mit Hilfe dieser modularen Dienstleistungsstruktur länger zu Hause leben können und mehr Lebensqualität aufgrund geringerer Morbiditätsfolgen, einem gewährleisteten Rehabilitationsanspruch und einer verbesserten Versorgung im Pflegeheim, empfinden. Nicht nur sollen Behandlungskosten gesenkt, sondern auch die Behandlungsqualität erhöht und Ressourcen (insbesondere personelle) effektiver eingesetzt werden. Insbesondere soll die Zahl der Rettungstransporte und Krankenhausaufenthalte von Altenheimbewohnern signifikant reduziert werden. Diese Qualitätsverbesserungen ermöglichen eine erhöhte Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben und bewirken gleichzeitig eine Verlangsamung der Pflegegrad-Kaskade und damit eine Reduktion der Leistungszahlen.

Neben einer umfassenden Evaluation soll im Projekt bereits der Transfer des Versorgungsnetzwerkes konzipiert und ein Fahrplan zum Rollout in andere Teile der Region erstellt werden. Ein weiterer Transfer über die herausragende Auszeichnung als Referenzstandort „Integrierte Versorgung“ auf europäischer Ebene „EIP on AHA“ in andere Staaten der Europäischen Union ist möglich.

Die Grundlage für ein zielgerichtetes Vorgehen zur erfolgreichen Durchführung des Projektes sind neben der Einbeziehung von Gesundheitsdaten der Krankenkassen insbesondere die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Gesundheitsberichterstattung des öffentlichen Gesundheitsdienstes im OBK. Darüber hinaus kann auf die Expertise der Konsortialpartner (AOK Rheinland/Hamburg, der kommunaler Rettungsdienst, das Gesundheits- und Sozialamt, das Klinikum Oberberg sowie die Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren, in welcher die Ausbildung für Pflegekräfte und Notfallsanitäter stattfindet) zurückgegriffen werden. Weitere Akteure, die in kommunalen Konferenzen vertreten sind, insbesondere die Kassenärztliche Vereinigung, der Hausärzteverband und Vertreter der Pflegebranche werden in das Projekt als Kooperationspartner einbezogen.



Letzte Änderung: 18. Februar 2021