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25.08.2025: Stipendienprogramm für angehende Medizinerinnen und Mediziner
Oberbergischer Kreis engagiert sich weiter für eine verbesserte Gesundheitsversorgung.
Es ist evident, dass der Oberbergische Kreis signifikante Anstrengungen unternimmt, um die medizinisch-pflegerische Versorgung vor Ort zu optimieren. Neben dem weiterhin erfolgreich verlaufenden Projekt OBERBERG_FAIRsorgt, dem Pflegenetzwerk Oberberg (P.NetO) und dem geplanten kommunalen MVZ in Waldbröl sowie weiteren möglichen Standorten wurde ein Stipendienprogramm initiiert, das angehende Medizinerinnen und Mediziner in verschiedenen Varianten fördert, um sie für eine Tätigkeit in Oberberg zu gewinnen. „Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass Veränderungen nur dann erzielt werden können, wenn ein innovativer Ansatz verfolgt wird. Diese Haltung wird in der Medizin und Pflege bei der Kreisverwaltung seit Jahren konsequent verfolgt. Die Initiierung des Stipendienprogramms erfolgte vor diesem Hintergrund, um die Bereitstellung einer gesicherten medizinischen Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft zu gewährleisten", so Kreisdirektor Klaus Grootens.
Im Rahmen des klassischen Stipendienprogramms können Studierende der Humanmedizin ab dem ersten klinischen Abschnitt, also nach dem erfolgreichen Abschluss des Physikums, eine Förderung in Höhe von 600 Euro pro Monat für die restliche Dauer ihres Studiums erhalten. Im Gegenzug verpflichten sie sich, Teile ihrer praktischen Ausbildung, darunter die sogenannte hausärztliche Famulatur, sowie ihre Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner bzw. Pädiater im Kreis zu absolvieren. „Wir erhoffen uns durch diese Förderung natürlich, dass die Stipendiaten sich danach auch für eine Niederlassung als Hausärztin oder Hausarzt in Oberberg begeistern können, um die Versorgung nachhaltig zu verbessern“, so Gesundheitsdezernent Ralf Schmallenbach.
Für Medizinstudierende, die nicht im Rahmen des klassischen Programms gefördert werden und die erstmalig in eine hausärztliche Praxis in Oberberg reinschnuppern wollen, fördert der Kreis die hausärztliche Famulatur, also das Praktikum in der Hausarztpraxis, dergestalt, dass den Praktikanten die Unterbringung und ein Auto zur Verfügung gestellt werden. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, eine Förderung von einmalig 400 Euro in Anspruch zu nehmen.
Für Fachärzte, die erst im Rahmen ihrer Facharztweiterbildung auf das Stipendienprogramm aufmerksam werden, besteht die Möglichkeit einer Förderung für die Weiterbildungszeit mit 600 Euro pro Monat. In diesem Kontext fokussiert sich die Kreisverwaltung insbesondere auf die Studierenden der Landarztquote. Die Immatrikulation für ein Studium der Medizin ist unter Umständen auch dann möglich, wenn der Abiturdurchschnitt nicht für ein Studium der Humanmedizin ausreicht. Dies ist eine Folge der Quote, nach der Medizin studiert werden kann. In einem spezifischen Selektionsverfahren werden in Nordrhein-Westfalen folglich circa 8 % der Medizinstudienplätze vergeben. Derzeit werden pro Semester bis zu 200 Studierende aufgenommen. Dazu berichtet Gesundheitsamtsleiterin Kaija Elvermann: „Die ersten Absolventen der Landarztquote werden in diesem Herbst ihr Studium mit der ärztlichen Approbation beenden. Leider ist uns bisher namentlich nicht bekannt, wer über die Landarztquote studiert und wer eine Facharztausbildung und später Niederlassung im Oberbergischen Kreis anstrebt. Deshalb sind wir im Austausch mit dem Land NRW, um unser Angebot über diesen Weg den Studierenden bekannt zu machen.“
Ab dem Wintersemester 2025 werden alle Informationen rund um das Stipendienprogramm auf einer eigenen Webseite zusammengefasst sein. Zudem wird derzeit eine Richtlinie mit den Förderkriterien erarbeitet. Eine Bewerbung kann allerdings schon jetzt eingereicht werden. Dazu Projektleiterin Dr. Jessica Möltgen: „Wir freuen uns auf interessante Bewerbungen. Hierzu reicht ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben aus, aus dem hervorgehen sollte, was die Bewerber mit Oberberg verbindet und warum sie für eine Förderung ausgewählt werden sollten.“ Als Bindungs- und Begleitprogramm für alle Geförderten plant der Kreis voraussichtlich 2x/Jahr ein Freizeitangebot für alle, die sich dann gerade in der Förderung befinden.
Frau Möltgen ist unter jessica.moeltgen@obk.de sowie unter 02261 88-5381 zu erreichen.
Letzte Änderung: 25. August 2025