06.01.2026: Bei Blackout: Notfall-Infopunkte als Anlaufstelle

Die Kreisverwaltung informiert monatlich zum Thema Notfallvorsorge. Diesmal geht es um die Notfall-Infopunkte im Oberbergischen Kreis.

Oberbergischer Kreis. Der jüngste großflächige Stromausfall in Berlin hat deutlich gemacht, wie verwundbar unsere Infrastrukturen sein können. Über Tage waren die Stromversorgung und somit auch der Mobilfunk und digitale Kommunikationswege massiv eingeschränkt. Auch heute sind noch nicht alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. Das Ereignis verdeutlicht die Notwendigkeit einer Krisenvorsorge - sowohl durch die öffentliche Hand als auch durch jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger.

Bereits im Dezember 2022 richteten der Oberbergische Kreis sowie die oberbergischen Städte und Gemeinden flächendeckend sogenannte Notfall-Infopunkte ein. Sie werden bei einem lang anhaltenden Stromausfall aktiviert, wenn auch das Mobilfunk- und Telefonnetz ausfallen. An den festgelegten Standorten in den betroffenen Städten und Gemeinden können die Bürgerinnen und Bürger dann einen Notruf absetzen, Informationen zur aktuellen Lage erhalten und Grundlagen der Ersten Hilfe in Anspruch nehmen.

Flyer mitnehmen oder selbst ausdrucken

Die Standorte der Notfall-Infopunkte im Oberbergischen Kreis sind unter www.obk.de/notfall-infopunkte in einer interaktiven Karte abrufbar.

Dort steht auch ein PDF-Flyer zum Download bereit. Die Kreisverwaltung empfiehlt, diesen Flyer für den eigenen Wohnort auszudrucken oder eine Papierversion im Kreis- oder Rathaus mitzunehmen. Im Falle eines Stromausfalls wäre eine rein digitale Information nicht mehr verfügbar.

Selbst zu Hause vorsorgen!

Bei einer großflächigen Krisenlage können die Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig Hilfe leisten. Birgit Hähn, Dezernentin für Ordnung und Sicherheit des Oberbergischen Kreises, betont daher die Bedeutung der privaten Notfallvorsorge: „In solchen Situationen ist es unverzichtbar, dass die Bevölkerung in der Lage ist, sich für einen gewissen Zeitraum selbst zu helfen. Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch selbst mit dem Thema Notfallvorsorge auseinanderzusetzen. Bitte denken Sie auch an Mitmenschen, die ihre Unterstützung benötigen könnten.“   

Zur privaten Notfallvorsorge gehören unter anderem das Anlegen eines Notvorrats an Lebensmitteln, mit wichtigen Medikamenten und Trinkwasser. Auch sollten Kerzen, Taschenlampen, Radio, Ersatzbatterien sowie Möglichkeiten zum Warmhalten vorgehalten werden - etwa Decken oder alternative Heizmittel. "Bereits ein kleiner Vorrat für einige Tage kann im Notfall helfen“, sagt Birgit Hähn.

Ausführliche Hinweise und Checklisten zur persönlichen Notfallvorsorge stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in seiner Infobroschüre "Selbstschutztipps für den Katastrophenfall" unter www.bbk.bund.de zur Verfügung. Unter dem Stichwort "Stromausfall" ist über die Suche der Internetseite eine Informationssammlung zum Thema zu finden - u. a. Publikationen zum Download.

An den Standorten der Notfall-Infopunkte sind entsprechende Hinweisschilder angebracht. (Foto: OBK)
An den Standorten der Notfall-Infopunkte sind entsprechende Hinweisschilder angebracht. (Foto: OBK)


Letzte Änderung: 05. Januar 2026