28.08.2026: Bundesweiter Warntag am 10. September 2026: Warnmedien kennen und selbst vorsorgen

Die Kreisverwaltung informiert monatlich zum Thema Notfallvorsorge. Diesmal geht es um den bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September 2026.

Oberbergischer Kreis. Unwetter, Stromausfälle, Großbrände oder andere außergewöhnliche Ereignisse können jederzeit unerwartet eintreten. Die Kreisverwaltung, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und weitere Behörden bereiten sich auf solche Situationen vor und leisten im Ernstfall Hilfe. Doch bei größeren Schadensereignissen können die Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb ist es wichtig, dass auch jede und jeder Einzelne Vorsorge trifft und sich informiert.

Der bundesweite Warntag am Donnerstag, 10. September 2026, bietet dafür einen guten Anlass. Ab 11:00 Uhr werden die Warnsysteme in Deutschland erneut getestet. Über das Modulare Warnsystem (MoWaS) werden verschiedene Warnkanäle angesteuert. Dazu gehören unter anderem die Warn-App NINA, der Cell-Broadcast für Smartphones sowie weitere Warnmittel. Im Oberbergischen Kreis werden zudem die Sirenen ausgelöst. Gegen 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung. Auch diese wird über die Warnmittel verbreitet. 

Der bundesweite Warntag dient dazu, die technischen Warnsysteme zu erproben und ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Gleichzeitig soll er das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig es ist, Warnungen wahrzunehmen und im Ernstfall richtig zu handeln.

„Der Warntag erinnert uns daran, dass Notfallvorsorge eine gemeinsame Aufgabe ist“, sagt Landrat Klaus Grootens. „Die Behörden und Einsatzkräfte schaffen die notwendigen Voraussetzungen und bereiten sich auf unterschiedliche Szenarien vor. Aber Notfallvorsorge beginnt auch zu Hause. Es ist wichtig, dass jede und jeder selbst die notwendigen Vorkehrungen trifft, um im Ernstfall gewarnt zu werden und im häuslichen Umfeld vorbereitet zu sein.“

Warnmeldungen können nur helfen, wenn sie die Menschen erreichen.

Der Oberbergische Kreis ruft die Bevölkerung dazu auf, den 10. September auch für einen persönlichen Vorsorge-Check zu nutzen. Bürgerinnen und Bürger sollten auch darüber hinaus regelmäßig überprüfen, ob sie die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen haben, um die Warnmeldungen empfangen zu können. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Die Warn-App wie NINA auf dem Smartphone zu installieren und richtig einzurichten (Tipps zu den Einstellungen gibt es auf www.bbk.bund.de).
  • Sich über die Bedeutung der Sirenensignale zu informieren.
  • Die Einstellungen des Smartphones für Warnmeldungen zu überprüfen.
  • Ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio bereitzuhalten.
  • Einen gewissen Notvorrat vorzuhalten (Liste auf www.bbk.bund.de).
  • Angehörige und Bekannte, insbesondere ältere oder hilfebedürftige Menschen, über Warnmöglichkeiten und Vorsorgemaßnahmen zu informieren.

Birgit Hähn, Dezernentin für Sicherheit und Ordnung beim Oberbergischen Kreis, macht deutlich „Wer Warnmeldungen empfangen kann, die Sirenensignale kennt und für die erste Zeit wichtige Dinge wie ein Radio, Batterien, Trinkwasser und Lebensmittel im Haus hat, ist besser vorbereitet und kann in einer außergewöhnlichen Situation besonnen handeln.“

Bevölkerungsumfrage

Im Anschluss an den Warntag führt der Bund eine Bevölkerungsumfrage durch. Die Erfahrungen der Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmitteln sollen dazu beitragen, die Warnung in Deutschland weiterzuentwickeln. Die Umfrage ist unter www.warntag-umfrage.de erreichbar.

Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt Informationen unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag bereit.

Informationen zu Warnungen und Sirenensignalen im Oberbergischen Kreis gibt es unter www.obk.de/warnungbevoelkerung. Hinweise und Tipps zur persönlichen Notfallvorsorge sind unter www.obk.de/notfall-info zu finden.

Beispielhafte Warnmittel für den Bevölkerungsschutz: NINA-App und ein Kurbelradio. (Foto: OBK)
Beispielhafte Warnmittel für den Bevölkerungsschutz: NINA-App und ein Kurbelradio. (Foto: OBK)


Letzte Änderung: 31. August 2026