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16.09.2026: Oberbergischer Kreis setzt Maßnahmen zur Klimawandelanpassung um
Fördermittel konnten erfolgreich abgerufen werden
Oberbergischer Kreis. Der Hitze- und Dürresommer 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie notwendig Anpassungen an die Folgen des Klimawandels auch im Oberbergischen Kreis sind. Der heißeste Juni gefolgt vom trockensten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen haben auch in unserer Region ihre Spuren hinterlassen. Niedrige Wasserstände in den Talsperren, vertrocknete Wiesen und angeschlagene Wälder, die bereits im August bunt werden und das Laub abwerfen, sind sichtbare Zeichen dafür, dass sich das Klima auch hier wandelt.
Der Kreis und die Kommunen sind mit dem Interkommunalen Klimawandelanpassungskonzept gut aufgestellt und der gesetzlichen Konzepterstellungspflicht bereits zuvorgekommen. „Klimawandelanpassung ist eine Daueraufgabe und kann nur gemeinschaftlich gelingen, wenn sich alle Betroffenen, angefangen bei der öffentlichen Hand, Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen engagieren und ihr Handeln darauf ausrichten“, sagt Landrat Klaus Grootens.
Maßnahmen des Konzepts werden umgesetzt
Der Kreistag hat im Herbst 2025 beschlossen, dass aus dem umfangreichen Konzept zunächst drei Startermaßnahmen umgesetzt werden sollen. Diese umfassen die Sensibilisierung und Aktivierung der Oberbergischen Bevölkerung, die Sensibilisierung und Beratung der Wirtschaft sowie eine Fortbildungsreihe zu Themen der Klimaanpassung in der kommunalen Stadtplanung.
Die erste Schulung kommunaler Mitarbeitender zur Umsetzung von Klimawandelanpassungsmaßnahmen in der Bauleitplanung am 15.09.2026 stattgefunden, die zweite Schulung ist für den 10.11.2026 vorgesehen. Eine Checkliste zur klimaangepassten Bauleitplanung wird parallel dazu entwickelt und soll ab November 2026 den Städten und Gemeinden zur Verfügung stehen. Die Maßnahmen unterstützen die Kommunen dabei, im Rahmen von neuen Bauvorhaben das Thema Klimawandelanpassung rechtssicher berücksichtigen zu können.
Viele oberbergische Unternehmen sind von Hitze, möglichen Schäden durch Starkregen und Hochwasser sowie klimawandelbedingten Lieferkettenproblematiken betroffen. Um sich zukunftsfähig aufzustellen, engagieren sich bereits zahlreiche Unternehmen und machen ihre Standorte klimafit. Um diesen Umstellungsprozess zu unterstützen, startete am 08.09.2026 die erste zertifizierte Klima.Profit-Beratung im Kreis mit zehn oberbergischen Unternehmen. Hierfür konnten erfolgreich Fördermittel eingeworben werden, sodass die Teilnahme für die Unternehmen kostenlos ist.
Über das Jahr hinweg hat der Kreis mehrfach zu den Themen Eigenvorsorge im Katastrophenfall, Waldbrandgefahr sowie zu den Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit der Bevölkerung informiert. Die Wanderausstellung „Klima im Wandel: wie können wir uns daran anpassen?“ der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen ist während der Sommerferien im Bergischen Energie- und Ressourcenzentrum auf :metabolon gut besucht worden.
Hitzeaktionsplanung als Schwerpunkt für das kommende Jahr
Die langanhaltende Hitzeperiode Ende Juni stellte die Bevölkerung und das Gesundheitssystem des Oberbergischen Kreises vor Herausforderungen und hat gezeigt, dass beispielsweise Kühle Orte fehlen oder nicht bekannt sind und der angemessene Umgang mit langen Hitzephasen an vielen Stellen noch besser gelingen muss. Der Oberbergische Kreis unterstützt deshalb die Kommunen des Kreises bei der kommunalen Hitzeaktionsplanung und möchte ab 2027 gemeinsam mit der Stadt Radevormwald eine exemplarische Hitzeaktionsplanung durchführen, die als Vorbild für alle Kommunen im Kreis dienen soll.
Fördermittel und knappe Ressourcen
Das Engagement des Oberbergischen Kreises und der kreisangehörigen Kommunen im Bereich der Klimawandelanpassung steht noch am Anfang: „Wir müssen uns noch in sehr vielen Bereichen besser an die Auswirkungen der Klimafolgen im Oberbergischen Kreis anpassen und die im Klimawandelanpassungskonzept festgelegten Maßnahmen in der Zusammenarbeit der zahlreichen Beteiligten umsetzen“, sagt Frank Herhaus, der Umweltdezernent beim Oberbergischen Kreis. Wo immer möglich wird deshalb versucht, für die Umsetzung der Klimaanpassungsmaßnahmen Fördermittel bei Land, Bund oder der EU zu beantragen.
Informationen zur Klimawandelanpassung im Oberbergischen Kreis erhalten Sie unter: www.obk.de/kwak sowie zum Thema Hitze unter www.obk.de/hitze.
Letzte Änderung: 16. September 2026

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