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Geschichte

Der Oberbergische Kreis blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Aus unterschiedlichen Herrschaftsgebieten und Verwaltungsstrukturen entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg die Region, die heute den Oberbergischen Kreis bildet.

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Die heutige Kreisverwaltung geht auf die preußische Verwaltungsreform des Jahres 1816 zurück. Damals entstanden erstmals moderne Kreise als Bindeglied zwischen den Städten und Gemeinden sowie der staatlichen Verwaltung. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem Schule, Gesundheit, Soziales und Infrastruktur. Mit der Zeit wuchsen sowohl die Zuständigkeiten als auch die Bedeutung der Kreisverwaltung. Insbesondere die Förderung des Schulwesens, der Ausbau von Straßen und Verkehrswegen sowie später die Versorgung und Unterstützung der Bevölkerung in Krisenzeiten prägten die Arbeit der Kreise.

Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der kommunalen Selbstverwaltung im Jahr 1887. Sie stärkte die Mitwirkung gewählter Gremien und legte wichtige Grundlagen für die moderne Kreisverwaltung. Nach den Herausforderungen der beiden Weltkriege unterstützte der Kreis den Wiederaufbau der Region, den Ausbau der Infrastruktur sowie die Integration von Vertriebenen und Neubürgerinnen und Neubürgern. Viele Einrichtungen und Angebote, die das Leben im Oberbergischen bis heute prägen, entstanden in dieser Zeit.

Der heutige Oberbergische Kreis besteht seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975. Seitdem arbeiten 13 Städte und Gemeinden unter dem Dach des Kreises zusammen. Die Kreisverwaltung entwickelt ihre Dienstleistungen kontinuierlich weiter und übernimmt vielfältige Aufgaben – von Gesundheit, Jugend und Soziales über Bildung, Umwelt- und Verbraucherschutz bis hin zu Mobilität, Digitalisierung und regionaler Entwicklung. Damit bleibt sie ein wichtiger Partner für die Menschen im Oberbergischen Kreis und gestaltet die Zukunft der Region aktiv mit.
 

Chronologie

5./6. Jahrhundert

Dauerhafte Besiedlung des Gebietes des heutigen Oberbergischen Kreis vor allem durch Franken und Sachsen.

9./10. Jahrhundert

Nach der Gaueinteilung Karls des Großen gehören weite Teile des heutigen Kreisgebietes zum Auelgau oder zum Deutzgau.

12. – 14. Jahrhundert

Auflösung der Gauverfassung und Herausbildung von erblichen Territorien, die in Ämter und Bauernschaften bzw. Honschaften untergliedert werden. Das heutige Kreisgebiet gehörte zu verschiedenen Territorialherrschaften, in denen die Grafen von Berg, die Grafen von Sayn und die Grafen von der Mark die politische Macht ausübten. Der Grenzverlauf zwischen den aneinander grenzenden Herrschaften blieb über Jahrhunderte umstritten.

1380

Die Grafschaft Berg wird zum Herzogtum erhoben.

1521

Vereinigung des Herzogtums Berg mit der Grafschaft Mark

1604

Siegburger Vergleich, in dem die Grenzen zwischen dem Herzogtum Berg und der Reichsherrschaft Homburg - hier waren die Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg Landesherrn - festgelegt werden.