Eine Grafik mit farbigen vertikalen Streifen, die die jährliche Durchschnittstemperatur im Oberbergischen Kreis von 1881 bis 2025 darstellt. Blautöne symbolisieren kühlere Jahre, Rottöne wärmere Jahre. copyright: Grafik: LANUK NRW, Datengrundlage: Deutscher Wetterdienst (DWD)

KWAK

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Beschluss und Umsetzung

Titelseite eines Dokuments mit der Überschrift 'Interkommunales Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis' und dem Stand August 2025. Unten links eine Grafik mit Temperaturstreifen von 1881 bis 2024 in Blau- bis Rottönen. Unten rechts das Logo des Oberbergischen Kreises mit dem Text 'Der Landrat' und 'Klima – Umwelt – Natur – Oberberg'.

Beschluss des Gesamtkonzeptes

Der Kreistag des Oberbergischen Kreises hat am 2. Oktober 2025 das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis  beschlossen.

 

Umsetzung Startermaßnahmen

Der Kreistag hat die folgenden drei Startermaßnahmen als erstes Umsetzungspaket beschlossen:

  • Sensibilisierung und Beratung der Wirtschaft
  • Fortbildungsreihe zu verschiedenen Themen der Klimawandelanpassung in der Stadtplanung
  • Sensibilisierung und Aktivierung der Oberbergischen Bevölkerung

Am 15.01.2026 hat die Auftaktveranstaltung  zur Umsetzung des Klimawandelanpassungskonzepts stattgefunden. Dabei sind auch die Ergebnisse des Konzepts der Öffentlichkeit vorgestellt worden. 

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung  Oberbergischer "Klimagipfel": Vielseitige Veranstaltung des Kreises stieß auf großes Interesse.

Inhalt

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.
Handlungsfelder des Klimawandelanpassungskonzetes

Im Rahmen des Konzeptes werden u. a. folgende Fragen betrachtet:

  • Wie wirken sich zunehmende sommerliche Hitzeperioden auf die menschliche Gesundheit aus?
  • Wie kann eine Trinkwasserversorgung in Trockenzeiten sichergestellt werden?
  • Welche Auswirkungen haben extreme Wetterbedingungen auf unsere Landwirtschaft?
  • Wie wirken sich die Klimaveränderungen auf die Biologische Vielfalt aus?
  • Welche Auswirkungen werden Extrem-Wetterlagen bei Gewerbe- und Industriebetrieben auf Produktion und Vertrieb haben?
  • Wie werden sich vermehrte Hitzetage auf die Arbeitsproduktivität auswirken?
  • Welche Beiträge können durch die Stadtplanung geleistet werden?
  • Welche Rolle kommt der Landschaftsplanung zu?

 

Handlungsfelder

Bei der Erstellung des Konzeptes werden 14 Handlungsfelder in sieben Clustern betrachtet. Diese werden Ihnen hier mit Themenbeispielen vorgestellt.

Kreisdiagramm mit thematischen Segmenten: Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft, Planen-Bauen-Raumplanung. Zentrale Kategorie: Querschnitt - Information, Bildung und Netzwerk. Piktogramme und Unterkategorien wie menschliche Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasserschutz, Landwirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Energie, Tourismus und mehr.

Menschliche Gesundheit

  • Vulnerable Bevölkerungsgruppen und demographische Entwicklung
  • Klimawandelbedingte Gesundheitsrisiken durch Hitze, Kälte, Wetterextreme

 

Katastrophenschutz

  • Schäden durch Extremwetterereignisse
  • Ausrüstung der „Blaulichtorganisationen“ (Feuerwehr, THW, DLRG, Rettungsdienst etc.)

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.

Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz

  • Trinkwasserversorgung und -qualität
  • Hochwasserschutz: Umgang mit häufigeren und möglicherweise extremen Hochwässern
  • Starkregen und Bodenerosion

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.

Landwirtschaft

  • Starkregen und Bodenerosion
  • Risiken durch Dürre- und Hitzeperioden

 

Wald und Forstwirtschaft

  • Widerstandsfähige Wälder
  • Umgang mit Schadholz
  • KWAK - Biologische VielfaltBiologische Vielfalt
  • Bodenqualität von Lebensräumen, insbesondere Gewässer- und Feuchtlebensräume sowie Wald

Grafik KWAK Handlungsfelder - Hf 2

Energiewirtschaft

  • Sicherheit der Energieversorgung
  • Einfluss der Klimaveränderungen auf die Potenziale erneuerbarer Energien

 

Verkehr und Verkehrsinfrastruktur

  • Verkehrsmittel und Mobilitätsangebote
  • Nachhaltigkeit beim Bau und Betrieb von Verkehrswegen

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.

Industrie, Gewerbe und HandelIndustrie, Gewerbe und Handel

  • Unternehmerisches Risikomanagement
  • Risiken in den Lieferketten

 

Tourismus

  • Entwicklung und gezielte Vermarktung von witterungsunabhängigen/klimawandelangepassten Angeboten
  •  Besucherlenkung

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.

Landes- und Regionalplanung

  • Auswirkungen der Klimaveränderungen auf Flächenbedarfe, Nutzungskonkurrenzen usw.
  •  Instrumente zur Umsetzung von Klimaanpassung in der (Raum-)Planung

 

Stadtentwicklung und kommunale Planung

  • Fassadenbegrünung, Grünflächen
  • Beschattung und Wasser im öffentlichen Raum


Bauen und Wohnen

  • Klimaangepasstes, nachhaltiges Bauen: Bauplanung, Baukonstruktion, Architektur
  • Anpassung im Gebäudebestand: Gebäudehülle, Gebäudetechnik, Begrünung

Ein Kreisdiagramm mit verschiedenen Sektoren, die Themen wie Gesundheit, Katastrophenschutz, Wasser, Land, Infrastrukturen, Wirtschaft und Planen, Bauen, Raumplanung darstellen. Im Zentrum steht ein Bereich für Querschnittsthemen wie Information, Bildung und Netzwerke. Jedes Segment enthält kleine Icons und Beschriftungen, die die jeweiligen Bereiche symbolisieren.

Vernetzung und Bildung im Themenfeld Klimaveränderungen

  • Sensibilisierung

  • Bildungsangebote

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Ehrenamt

Erstellungsprozess

Die Klimawandelanpassung befasst sich mit den bereits eingetretenen und eintretenden Folgen der Klimaveränderungen, die nicht mehr abwendbar sind. Zwischen Anfang 2023 und Sommer 2025 hat der Oberbergische Kreis in einem partizipativen Prozess – in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen – ein umsetzungsorientiertes Konzept für  die oben genannten 14 Handlungsfelder erstellen lassen.

Das Interkommunale Klimawandelanpassungskonzept Oberbergischer Kreis (KWAK) soll die Resilienz im Kontext der konkreten Herausforderungen und Gefahren stärken, Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen liefern und so die Menschen im Oberbergischen Kreis in eine sicherere und nachhaltigere Zukunft führen.

 

Kommunale Kurzkonzepte

Die Ausgangslagen der Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis sind zwar ähnlich, aber nicht gleich. Um den Besonderheiten der Kommunen und den Ausgangsbedingungen und Zielen gerecht zu werden, behandeln 13 Kommunale Kurzkonzepte die Situationen vor Ort. In ihnen werden Fokusmaßnahmen erarbeitet, die aus Sicht der jeweiligen Kommune besonders dringlich umgesetzt werden sollten.

Über die Kurzkonzepte beschließen die Städte und Gemeinden in eigener Zuständigkeit. Die Umsetzung der dort festgehaltenen Maßnahmen obliegt ebenfalls den Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises.