Kreiswald
Der Forstbetrieb des Oberbergischen Kreises bewirtschaftet rund 950 Hektar Waldflächen im Kreisgebiet. Ziel ist es, den Kreiswald langfristig als widerstandsfähigen, naturnahen und vielseitig nutzbaren Lebensraum zu entwickeln. Dabei stehen wirtschaftliche Tragfähigkeit, ökologische Verantwortung und die Bedürfnisse der Menschen in der Region gleichermaßen im Mittelpunkt.
Klimawandel verändert die Wälder
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark der Klimawandel die Wälder verändert. Besonders die Trockenjahre zwischen 2018 und 2022 führten zu großen Verlusten von Fichtenbeständen.
Der Oberbergische Kreis reagiert darauf mit einem zukunftsorientierten Waldumbau: Weg von anfälligen Reinbeständen, hin zu strukturreichen Mischwäldern mit überwiegend heimischen Baumarten.
Neue Konzepte
Grundlage des neuen Konzeptes ist eine naturnahe Dauerwaldbewirtschaftung. Der Wald soll sich möglichst aus eigener Kraft erneuern.
Natürliche Prozesse werden gezielt genutzt und unterstützt. Eingriffe erfolgen vorsichtig und nur dort, wo sie sinnvoll und verantwortbar sind.
Ziel ist ein stabiler Wald mit unterschiedlichen Baumarten, Altersstufen und Lebensräumen, der Holz liefert, Wasser speichert, das Klima schützt und zugleich Erholungsraum für die Bevölkerung bietet.
Forschung, Zusammenarbeit und Transparenz
Besonderen Wert legt der Forstbetrieb auf Forschung, Zusammenarbeit und Transparenz. Gemeinsam mit Hochschulen, Fachinstitutionen und regionalen Partnern werden neue Wege für klimaangepasste Waldentwicklung erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Gleichzeitig engagiert sich der Oberbergische Kreis in Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung eines gesunden Waldes für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar zu machen.
Kreiswald der Zukunft
Der Kreiswald soll damit auch in Zukunft ein lebendiger Teil der oberbergischen Kulturlandschaft bleiben – als Naturraum, nachhaltige Ressource und gemeinsames Gut für kommende Generationen.
Kontakt
Revierleiter des Kreiswaldes
Christoph Weber
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