Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum: 2026-10-29T10:45
Lesefest Käpt’n Book Autorenlesungen an der Gesamtschule Marienheide
Oberbergischer Kreis. Im Rahmen des Lesefests „Käpt’n Book“ waren der Autor Tobias Steinfeld und die Autorin Mirjam Raymond zu Gast an der Gesamtschule Marienheide. In zwei Lesungen haben sie den Jahrgangsstufen fünf bis sieben ihre Bücher vorgestellt. Dabei stand nicht nur das Vorlesen im Mittelpunkt. Die jungen Zuhörenden wurden aktiv in die Veranstaltungen einbezogen und konnten Fragen stellen, Gedanken äußern und sich mit den Themen der Geschichten auseinandersetzen. Initiiert wurde das Lesefest „Käpt’n Book“ im Oberbergischen Kreis erstmalig gemeinsam vom Kulturamt des Oberbergischen Kreises und dem Bildungsbüro Oberberg.
Tobias Steinfeld liest aus seinem Buch „Scheiße bauen: sehr gut“
Den Auftakt machte Jugendbuchautor Tobias Steinfeld mit seinem Buch „Scheiße bauen: sehr gut“. Rund 90 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen nahmen an der Lesung teil. Im Mittelpunkt des Romans stehen Vorurteile, Inklusion und der Umgang miteinander. Die Geschichte handelt von einem Gymnasiasten, der ein Praktikum an einer Förderschule absolviert.
Der Autor gestaltete seine Lesung interaktiv. Zwischen den Passagen kamen die Kinder mit dem Autor ins Gespräch, stellten Fragen und äußerten Vermutungen zum weiteren Verlauf der Handlung.
Tobias Steinfeld berichtete auch von seinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Inklusionshelfer an einer Förderschule. Die dort gewonnenen Eindrücke fließen in seinen Roman ein.
Mirjam Raymond liest aus ihrem Roman „Von Null auf Held oder wer ist eigentlich Amin?“
Im Anschluss stellte Mirjam Raymond den sechsten und siebten Klassen ihren Debütroman „Von Null auf Held oder wer ist eigentlich Amin?“ vor. Darin begibt sich der zwölfjährige Johnny, der mit seiner großen Klappe oft aneckt, auf die Suche nach seinem verschwundenen Mitschüler Amin. In Amins Tagebuch entdeckt er Hinweise auf dessen Leben in einer Unterkunft für Geflüchtete und erfährt, dass der Junge in großer Gefahr schwebt. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt.
Mit Illustrationen aus dem Buch und Gegenständen aus der Geschichte, darunter ein Tagebuch, veranschaulichte die Autorin die Geschichte und ließ so die Handlung für die Jugendlichen anschaulich werden. Die interaktive Lesung bot den Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen. In ihrem Roman greift sie Themen wie Migration und Ausländerfeindlichkeit auf und vermittelt sie altersgerecht.
Freude am Lesen wecken und sprachliche Entwicklung fördern
Die beiden Lesungen fanden im Rahmen des Bildungsnetzwerk Oberberg statt.
„Die Lesungen zeigen, dass eine Autorenbegegnung weit über das reine Vorlesen hinausgehen kann. Durch Gespräche, Fragen und die aktive Beteiligung der Klassen entstand ein lebendiger Austausch, der einen unmittelbaren Zugang zu den Büchern und den darin behandelten Themen ermöglichte.“ freut sich Silke Engel, Kulturamt des Oberbergischen Kreises.
„Ziel der Lesungen war es, die Freude am Lesen und für Geschichten zu wecken. Denn Lesen erweitert den Wortschatz, stärkt das Sprachverständnis und regt Kinder und Jugendliche dazu an, sich mit Sprache, Geschichten und unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen.“ sagt Birgit Steuer, Bildungsbüro Oberberg.
Aufruf zum Bundesweiten Vorlesetag am 20.11.2026
Passend zum Thema „Vorlesen“ möchte das Bildungsbüro Oberberg auch in diesem Jahr auf den Bundesweiten Vorlesetag am 20 November 2026 aufmerksam machen und dazu aufrufen, mit eigenen, kreativen Aktionen die Freude am Lesen zu fördern. Aktionen im Oberbergischen Kreis können auf folgender Website gemeldet werden und nehmen an der jährlichen Verlosung teil: www.bildung-in-oberberg.de/vorlesetag
Bildungsnetzwerk Oberberg
Im Bildungsnetzwerk Oberberg engagieren sich Kitas und Schulen gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis, den Kommunen, dem Land NRW, Vereinen und regionalen Bildungsakteurinnen und -akteuren um Kindern und Jugendlichen gute und erfolgreiche Lern- und Lebenschancen zu bieten.
Gemeinsam schaffen sie Unterstützungsangebote in Form von bspw. Fortbildungen, Projekten, Sachausstattungen oder Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Eltern sowie Fachkräfte in Schulen und Kitas. Durch den Austausch und die Verbindung im Netzwerk entstehen Synergien und Mehrwerte, die ein Netzwerkakteur alleine nicht hätte schaffen können.